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Europäischer Gerichtshof stärkt die Rechte der Verbraucher gegenüber den Grundversorgern

Gesponsorter Beitrag

Immer wieder in den Schlagzeilen finden sich Berichte über steigende Energiekosten und wie Energie eingespart werden kann. Bisher haben über viele Jahre hinweg alle Verbraucher zwar ihren Unmut über die steigenden Kosten geäußert, aber diese dann doch immer wieder hingenommen und akzeptiert. Dies ist mittlerweile nicht mehr so, denn durch die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes ist eine gewaltige Lawine ins Rollen gekommen. Grund ist die Tatsache, dass die Preiserhöhungen der Grundversorger nicht mit geltendem Recht vereinbar sind. Für die Verbraucher bedeutet dies, dass sie durchaus ein Recht dazu haben, entsprechende Beträge von den Grundversorgern wieder zurück zu verlangen. Da diese Kostenerstattung teilweise bis zu 10 Jahre zurück erfolgen kann, müssen sich die Energiebetreiber schon ein paar Gedanken machen. Für künftige Preiserhöhungen gibt es darüber hinaus eine klare Regelung. Sie muss den Verbrauchern rechtzeitig und aufgeschlüsselt mitgeteilt werden, damit diese eine Möglichkeit zur Reaktion haben.

Rechtswidrige Preiserhöhung = Vertragsbruch

Im Grunde genommen kann man festhalten, dass durch das Urteil des Europäischen Gerichtshofes die Verbraucher besser geschützt werden. Auch sind die Rechte der Verbraucher nun ganz klar definiert. Auf der anderen Seite muss aber auch festgehalten werden, dass bestehende Verträge mit Grundversorgern ungültig sind, wenn es während der Vertragslaufzeit zu den besagten rechtswidrigen Preiserhöhungen gekommen ist. Das hat zur Folge, dass die Verbraucher und die Grundversorger einen neuen Vertrag abschließen müssen. In den meisten Fällen haben die Verbraucher mit ihrem bisherigen Grundversorger einen Vertrag, der sich automatisch verlängert, wenn er nicht von einer der beiden Vertragspartner gekündigt wird. Das hat zur Folge, dass hier angenommen wird, dass ein gültiger Vertrag vorliegt. Eine Kündigung des Vertrags wäre demnach nur immer zu den vertraglich vereinbarten Fristen möglich und sollte in jedem Fall schriftlich erfolgen. In den Fällen einer Preiserhöhung verhält es sich ähnlich wie bei Versicherungsverträgen. Hier können die Verbraucher von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.

Sich informieren heißt Geld sparen

Damit man am Ende nicht vor zu hohen Kosten steht, lohnt es sich immer, die Strompreise der einzelnen Anbieter miteinander zu vergleichen. Hier kann es regional bedingt zu Unterschieden kommen, die dem Verbraucher erst durch einen Vergleich offensichtlich werden. Eine gute Möglichkeit hierzu finden die Verbraucher im Internet. So betreiben Unternehmen wie Verivox im Internet ein Vergleichsportal, das den Verbrauchern in allen Bereichen Vergleichsmöglichkeiten anbietet. Die Ergebnisse der einzelnen Vergleiche kann der Verbraucher auf der Webseite von verivox.de dazu benutzen, sich auf die Internetseite seines Favoriten weiterleiten zu lassen. So kann innerhalb kürzester Zeit ein entsprechender neuer Vertrag abgeschlossen werden. Vorteil bei der ganzen Geschichte ist, dass der Verbraucher auf diese Weise immer auf dem aktuellen Stand ist. Wenn sich die Grundversorger nun an das geltende Recht halten und Preiserhöhungen rechtzeitig bekanntgeben, dann bleibt dem Verbraucher genügend Zeit, sich um einen anderen, günstigeren Anbieter zu kümmern.

Wie sollen sich die Verbraucher nun verhalten?

Die einfachste Lösung dieser Frage liegt in einer außergerichtlichen Einigung von Verbrauchern und Grundversorgern. Sollten alle betroffenen Stromkunden eine gerichtliche Klage anstreben, so wären die Gerichte auf Jahre hinaus damit beschäftigt, die entsprechenden Urteile zu fällen. Mehr Sinn macht es, wenn sich die Verbraucher auf das Urteil des EuGH berufen und sich auf dieser Basis mit dem Grundversorger einigen. Diese werden in der Regel selbst auch keinen gerichtlichen Streit anstreben, da die Entscheidung des EuGH eindeutig ist. Für die Verbraucher bedeutet das, sie bekommen einen großen Teil der Preiserhöhungen rückwirkend ersetzt. Die Grundversorger müssen in diesen sauren Apfel beißen und sparen dabei dennoch eine Menge Geld. Wenn die Angelegenheit über Gericht geklärt werden müsste, dann kämen diese Kosten und die Kosten der Anwälte noch dazu, denn einen Prozess würden die Verbraucher wohl in jedem Fall für sich entscheiden können.


von Wegner am Donnerstag, den 2. April 2015 (3,021 views)


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