. . Login | Registrieren | Impressum | Für Anwälte

Die Anwaltshotline: 0900 - 1 875 123 121
1,99 EUR/Min

inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen
Telekom; Mobilfunknetze ggf. abweichend
(Betreiber: www.deutsche-anwaltshotline.de)
Kostenloser Ratgeber Recht, Anwaltssuche, Anwaltshotline


Antwort schreiben 
Themabewertung:
  • 1 Bewertungen - 5 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
 
Diebstahl von Essen, das sonst weggeworfen wird - Rauswurf!
24.10.2009, 18:44 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.10.2009 21:40 von Tristan.)
Beitrag: #1
Diebstahl von Essen, das sonst weggeworfen wird - Rauswurf!
Liebe Forengemeinde,

wieder einmal ein Fall, bei dem das gesunde Rechtsfühl eines jeden Menschen dem Urteil eines Gerichtes sehr deutlich widerspricht. Eine Arbeitnehmerin hatte 6 Maultauschen mitgenommen, die von den Bewohnern eines Altenheims nicht gegessen wurden. Anderenfalls wären die Maultauschen vom Arbeitgeber entsorgt worden. Der Arbeitgeber schmiss die Dame jedenfalls raus und ein Gericht hat die Kündigung auch noch für rechtswirksam erklärt.

Das Urteil kann man übrigens hier lesen: http://www.kostenlose-urteile.de/Fristlo...ws8618.htm

Warum? Es gab schließlich ein schriftliches Verbot, Essen mit nach Hause zu nehmen und außerdem hätte die Mitarbeiterin ja in der eigenen Kantine essen können.

Sicherlich, der Arbeitgeber hat das Recht zu bestimmen, wie mit seinen Sachen umgegangen wird. Aber wenn er die Sachen ohnehin wegschmeißen will, so macht er doch deutlich, dass es ihm gerade egal ist was damit passiert, vorallem nachdem die Maultaschen durch die Müllabfuhr abgeholt worden sind. Dann setzt er sich aber mit seinem Verbot, das Essen mitzunehmen in Widerspruch. Denn ob die Maultaschen durch ein Unternehmen oder die Mitarbeiter entsorgt werden, kann dem Arbeitgeber wohl egal sein. Sicherlich - das Problem ist wohl, dass sich hinterher kaum nachweisen lässt, ob das Essen vor der Ausgabe eingesteckt wurde oder erst nachdem wirklich feststand, dass es nicht mehr gegessen wird. Aber kann ein solch geringer Unterschied ausreichen, eine langjährige Mitarbeitern zu entlassen?

Beste Grüße,
Tristan
-----------------------------
Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung sondern die persönliche Autorenmeinung.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden -->
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
29.10.2009, 19:56
Beitrag: #2
RE: Diebstahl von Essen, das sonst weggeworfen wird - Rauswurf!
So wie es aussieht, bekommt der Fall ein anderen Hintergrund. Die Mitarbeiterhin hatte in der Vergangenheit ohnehin schon schlecht gearbeitet und daher Abmahnungen bekommen... Dann waren die Maultaschen wohl nur noch der berühmte letzte Tropfen...

http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=16...index.html
-----------------------------
Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung sondern die persönliche Autorenmeinung.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden -->
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
01.11.2009, 20:59
Beitrag: #3
RE: Diebstahl von Essen, das sonst weggeworfen wird - Rauswurf!
Ich bin mir nicht sicher, ob diese letzte Info den Fall tatsächlich in einem anderen Licht dastehen lässt... Für mich sieht es eher danach aus, dass der "Diebstahl" ein willkommener Grund für den Arbeitgeber war, der Mitarbeiterin endgültig den Laufpass zu geben.

Natürlich kann der Arbeitgeber entscheiden, wie mit seinen Sachen umgegangen wird, doch gerade dort hakt es in dem Fall meiner Meinung nach. Schließlich hatte der Arbeitgeber offensichtlich keine Verwendung mehr für die Maultaschen. Hätte die Mitarbeiterin die Maultaschen nach Feierabend aus der Mülltonne gefischt, wäre das sicherlich kein Kündigungsgrund gewesen sein, und wenn sie dies quasi im Vorfeld tut, macht das für mich keinen Unterschied!

Gruß,
Ansonela
-----------------------------
Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung sondern die persönliche Autorenmeinung.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden -->
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
11.11.2009, 10:19
Beitrag: #4
RE: Diebstahl von Essen, das sonst weggeworfen wird - Rauswurf!
Nun ja, dann war das wohl der berühmte letzte Tropfen... Ich denke aber, dass man auch die gesamte Situation betrachten muss und damit auch berücksichtigen das die Mitarbeiterin ständig unzuverlässig war. Würde man jeden Vorfall für sich betrachten dann würde eine Kündigugn wohl nicht gehen. Aber ein Arbeitgeber muss ja auch Leute wieder loswerden können, die insgesamt - wenn auch nur jeden Tag ein bisschen - unzuverlässig sind.
-----------------------------
Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung sondern die persönliche Autorenmeinung.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden -->
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
-->
Antwort schreiben