Kurzarbeitern droht Steuernachzahlung - wie hoch / schlimm wird es?

Für einen Großteil der 1,5 Millionen Kurzarbeiter in Deutschland sieht es schlecht aus:

Was der deutsche Staat Ihnen an finanzieller Unterstützung zukommen ließ, holt er sich nun von einer Vielzahl wieder zurück.

Die Nachzahlungen der Kurzarbeiter können deutlich über 1.000 Euro liegen; dies hängt vom Einkommen des jeweiligen Kurzarbeiters ab. Es gilt:

"Je höher das Einkommen, desto höher die Steuerschuld".


• Berufstätige Ehepaare

Diese sollten sich vor allem auf etwas gefasst machen, da es hierbei um Forderungen von einigen hundert Euro handeln wird.


• Ledige

Bei diesen gilt umgekehrt: "Umso mehr/länger sie 2009 "kurz" gearbeitet haben und keine weiteren Einkünfte verbucht haben, desto besser sieht es für sie aus".



Doch wer ist Schuld an dieser Steuer-Misere?

Schuld allein ist das komplizierte deutsche Steuerrecht.

Beschäftigte bekommen weniger Arbeitslohn, dafür aber von der Bundesagentur für Arbeit für die ausgefallene Arbeitszeit 60 Prozent (ohne Kinder) respektive 67 Prozent (für Eltern) des "entgangenen Nettlohns". Das Geld des Kurzarbeiters bekommt dieser hingegen steuerfrei. Problem: Dies erhöht jedoch den persönlichen Steuersatz für das übrige Einkommen.

Die Folge davon ist letztlich, dass viele Kurzarbeiter zum Ende des Kalenderjahres nun nachzahlen müssen bzw. die übliche Rückerstattung des Finanzamts ausfällt.


Was man jedoch im Hinterkopf behalten sollte: Wer die Grenze von 410 Euro Kurzarbeitergeld im Jahr gar nicht erst erreicht, muss dementsprechend auch keine Steuererklärung abgeben und sich dieser Problematik auch nicht widmen.