Was machen die Jugend- und Auszubildendenvertretungen

Gesponsorter Beitrag Was bedeutet das?

Die Arbeitswelt wird immer komplizierter. Viele Menschen in den reichen Industrieländern sehen in der Globalisierung so etwas wie den "goldenen Schlüssel" für unbegrenzten wirtschaftlichen Reichtum. Die Vorteile lassen sich perfekt an Jahrsabschlüssen ablesen. Aber auf welchem Papier stehen die roten Zahlen, die Schwachen und Verlierer?

Einiges, was sich über Jahrzehnte in der Arbeitswelt im Segment sozialer Fortschritte bewährt hat kann mit einem Mausklick raffgieriger Unternehmer sekundenschnell ins Wanken gebracht werden. Das Wort ’sozial’ fällt durch das berühmte Sieb. Da ist es gut zu wissen, dass engagierte Mitarbeiter branchenübergreifend den sozialen Faden immer wieder neu aufnehmen, weiterspinnen und für bessere Arbeitsverhältnisse durch sozialverträgliche Mitbestimmung werben. Die Installierung eines Betriebsrates respektive einer Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV) ist eine von vielen tragenden Säulen eines Betriebes. Gerade das Einbinden von jugendlichen Auszubildenden in die immer komplexer werdenden Arbeitsprozesse birgt eine große Notwendigkeit.

Zur Balancehaltung zwischen Arbeitgeber Betriebsrat und der Jugend- und Auszubildendenvertretungen sind Rechte und Pflichten beider Seiten in relevante Gesetzestexte gefasst worden. Sie sind maßgebend für eine gesetzeskonforme JAV Arbeit und sollte jeder JAV vertraut sein.

* Berufsbildungsgesetz (BBiG)

Die grundlegende Reform des Berufsbildungsgesetz (BBiG) datiert vom 1. April 2005. In ihm ist die Vorbereitung zur Berufsausbildung, die eigentliche Berufsausbildung, sowie die Fortbildung und Umschulung geregelt. Dazu zählen Punkte wie berufliche Ziele, Vergütungsanspruch, vertragliche Dinge, Prüfungskriterien, Beendigung und Kündigung.

* Jugendarbeitsschutzgesetz (JarbSchG)

Der Schutz von arbeitenden Jugendlichen ist verbrieftes Recht. Das Jugendarbeitsschutzgesetz stellt neben dem technischen Arbeitsschutz auch den sozialen Schutz in den Vordergrund. Schutzbedürftige Arbeitnehmergruppen finden in ihm den gesetzlichen Widerhall. Die dezidiert ausgeführte Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen haben ebenso Prioritätsstatus wie die Pflichten des Arbeitgebers zur menschengerechten Gestaltung der Arbeit.

* Arbeitszeitgesetz (ArbZG)

Die Regelung der Arbeitszeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist von sozialer Bedeutung. Die Gestaltung der Arbeitszeit muss im absoluten Einklang der Gesundheit der Arbeitenden stehen. Darunter fallen auch die Festlegung der Ruhetage sowie die Schaffung und Verbesserung sozialverträglicher Rahmenbedingungen für flexible Arbeitszeiten.

* Mitarbeitervertretungsgesetz (MVG)

Das Mitarbeitervertretungsgesetz ist ein kirchliches Gesetz und regelt in kirchlichen Verwaltungsstellen und Einrichtungen die Mitbestimmung und Zusammensetzung von Mitarbeitervertretungen. Gewählt werden Mitarbeitervertretungen auf vier Jahre. Ihre Mitglieder haben Mitwirkungs- und Informationsrecht. Sie haben das Recht Dienstvereinbarungen abzuschließen, aber auch zu verhindern.

* Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG)

Das Teilzeit- und Befristungsgesetz ist Teil des deutschen Arbeitsrechts. Es schafft die Voraussetzungen für rechtmäßig befristete Arbeitsverträge. Des Weiteren steht es für das unbedingte Verhindern von Diskriminierungen befristeter und teilzeitbefristeter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Sein Anliegen ist in der Grundtendenz aber die Förderung von Teilzeitarbeit.

* Mutterschutzgesetz (MuschG)

Im Mutterschutzgesetz stehen erwerbstätige werdende Mütter und solche die bereits Mami geworden sind im Fokus. Sie gilt es primär vor arbeitsbedingten gesundheitlichen Schädigungen zu schützen. Zudem garantiert das Mutterschutzgesetz einen Kündigungsschutz und sorgt somit für soziale Sicherheit.

* Hebammengesetz (HebG)

Wer in Deutschland den Beruf der Hebamme oder eines Entbindungspflegers ausübt, sieht sich durch die Regelungen des Hebammengesetzes geschützt.

* Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG)

Die im Öffentlichen Dienst tätigen Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV) fallen unter die Rechtsgrundlage des Bundespersonalvertretungsgesetzes. Es bestimmt wo und wann Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmervertretungen (Betriebsräte) zu wählen sind.

* Landespersonalvertretungsgesetz (LPersVG)

Die Bundesrepublik Deutschland setzt sich aus 16 Bundesländern zusammen. Jedes Bundesland verfügt über ein eigenes Landespersonalvertretungsgesetz zur Mitbestimmung im öffentlichen Dienst. Es regelt Wahlen, Pflichten, Befugnisse und Zuständigkeiten von Personalvertretungen. Für den öffentlichen Dienst sind dies Personalräte, Hauptpersonalräte, Gesamtpersonalräte und Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV).

* Krankenpflegegesetz (KrPflG)

Das Krankenpflegegesetz in Deutschland beinhaltet alle Regelungen im Krankenpflegebereich. Darunter zählen unter anderem die Voraussetzung zur Berufsausübung, die Dauer der Ausbildung, Zuständigkeiten von Behörden, Pflichten des Ausbildungsträgers sowie der Schülerin und des Schülers, Beschäftigung, Kündigung und Ausbildungsvergütung. Das zuletzt reformierte Gesetzeswerk ist datiert vom 1. Januar 2004.

JAV-Wahl 2014

Jugendliche Beschäftigte und Auszubildende brauchen Führung, Leitung und vor allem Ansprechpartner, die ihre Probleme und Sorgen rund um ihre Ausbildung und Beruf ernst nehmen. Ihre Bezugspersonen im Betrieb sind die Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV). Um eine JAV-Wahl stattfinden zu lassen, bedarf es das Gremium ’Betriebsrat’. Nur der Betriebsrat kann einen Wahlvorstand einberufen. Die nächste JAV-Wahl findet in der Zeit vom 1. Oktober bis 30. November 2014 statt. Um das Procedere JAV-Wahl fehlerfrei und gesetzeskonform über die Bühne zu kriegen, bedarf es guter Vorbereitungen. Gerade die nachkommende Arbeitsgeneration braucht eine soziale Basis im Denken wie im Handeln.

vom 04.07.2014

Musterschreiben und weitere Informationen
Verkauf durch unseren Partner formblitz.de
» Alle Vorlagen und Ratgeber ansehen