Was erwartet mich beim MPU-Test?

Wird der Führerschein entzogen und bestehen begründete Zweifel an der Eignung zur Führung eines Kraftfahrzeuges, kann das zuständige Straßenverkehrsamt eine medizinisch-psychologische Untersuchung (den so genannten MPU-Test) anordnen. Der Ablauf des Tests gliedert sich in drei Abschnitte. Zunächst erfolgt ein Leistungstest, bei dem vor allem mithilfe einer Computersimulationen die Reaktionen, die im Straßenverkehr gefordert sind, gestestet werden. Darauf folgt eine medizinische Untersuchung. Diese ist je nach dem Grund der MPU unterschiedlich ausgerichtet. Hauptsächlich wird der Körper auf Alkohol - und Drogenmissbrauch untersucht. Dazu werden regelmäßig die Leberwerte kontrolliert und/oder Urin- und ggf. auch Haarproben durchgeführt.

Im anschließenden psychologischen Untersuchungsgespräch soll ein Verkehrspsychologe feststellen, welche Gründe zu den Verkehrsauffälligkeiten geführt haben und ob eine Änderung des Verhaltens zu erwarten ist. Dabei kommt es dann maßgeblich darauf an, dass das Fehlverhalten erkannt wurde und sich die Einstellung erkennbar geändert hat. Die MPU kann mehrere Stunden bis zu zwei Tagen dauern. Die Kosten richten sich dabei nach dem vorausgegangenen Verstoß und können zwischen 300 Euro und 750 Euro liegen.

Da nach Angaben des TÜV Süd jährlich mehr als 100.000 Personen an einem MPU-Test teilnehmen müssen, gibt es im Internet bereits ein breites Angebot an Vorbereitungsmöglichkeiten für einen solchen Test.