Einziehung eines Erbscheins - wann kann der Erbschein eingezogen werden?

Stellt sich nachträglich heraus, dass der ausgestellte Erbschein unrichtig ist, so kann er jederzeit vom erteilenden Nachlassgericht wieder eingezogen werden. Der Erbschein wird zum Beispiel dann unrichtig, wenn er aufgrund der gesetzlichen Erbfolge ohne ein Testament ausgestellt wurde und ein anders lautendes Testament gefunden wird oder wenn ein neueres Testament des Erblassers mit einem abweichenden Inhalt auftaucht.
Die Einziehung erfolgt dabei durch den Beschluss des Nachlassgerichtes, den Erbschein wieder einzuziehen. Das Nachlassgericht wird übrigens nicht nur auf Antrag tätig, sondern nimmt von alleine Ermittlungen auf, wenn es Anhaltspunkte erhält, dass der Erbschein unrichtig ist. Sollten Sie durch einen unrichtigen Erbschein in Ihrer Erbenstellung beeinträchtigt werden, so ist es ratsam, die Einziehung des Erbscheins beim Nachlassgericht anzuregen. Dieses wird dann die weiteren Schritte veranlassen.

(tw) vom 24.07.2009

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