Welche Rechte habe ich bei Pilotenstreiks?

Sollten Sie bei einem Pilotenstreik im Ausland festsitzen, so haben Sie ab einer Wartezeit von 2 Stunden nach der Nichtbeförderungsverordnung der EU einen Anspruch auf Versorgungsleistungen (z.B. Hotel, Erfrischungen, Essen etc.). Am Abfertigungsschalter können Sie verlangen, dass man Ihnen Informationen über Ihre Rechte aushändigt. Davon sollten Sie Gebrauch machen.

Die Tickets bleiben weiterhin gültig, sie haben allerdings bei einer Verspätung von über fünf Stunden, das Recht die Rückerstattung des Flugpreises zu verlangen oder einen Ersatzflug anzunehmen.

Darüber hinaus kann Schadensersatz verlangt werden. Häufig lehnen die Fluggesellschaften aber jegliche Ansprüche ab, da es sich Ihrer Meinung nach um höhere Gewalt handelt. Ob das wirklich der Fall ist, ist noch nicht einheitlich geklärt. Überwiegend und insbesondere von den Verbraucherzentralen wird davon ausgegangen, dass ein Streik des eigenen Personals immer in den Risikobereich des Unternehmers falle, sodass er sich nicht entlasten kann (vgl. AG Duisburg, Az.: 3 C 654/02). Anders ist das allerdings, wenn z.B. die Fluglotsen streiken, da diese nicht bei der Airline angestellt sind.

Sollte die Fluggesellschaft sich weigern zu zahlen, so haben Sie die Möglichkeit sich beim Luftfahrtbundesamt zu beschweren oder vor Gericht zu klagen.

(tw) vom 15.07.2008

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