Weihnachtsgeschenke umtauschen - was und wie kann ich tauschen?

Nein, das können Sie grundsätzlich nicht. Es gilt der Grundsatz, dass Verträge einzuhalten sind. Auch für Weihnachtsgeschenke gibt es kein generelles Recht auf Umtausch. Sie müssen die einmal gekaufte Sache also behalten. Nur wenn der Verkäufer kulant ist und den Umtausch zulässt haben Sie Glück. Lässt der Verkäufer sich auf einen Umtausch ein, so ist er nicht verpflichtet Ihnen den Kaufpreis zurückzuzahlen. Da er aus reiner Kulanz handelt, kann er Ihnen auch einen Gutschein oder andere Ware geben. Aus diesem Grund kann er die Rückgabe auch verweigert werden, wenn der Kassenzettel nicht vorgelegt werden kann.

Eine Ausnahme gilt außerdem dann, wenn die Sache mangelhaft ist. Dann haben Sie selbstverständlich Gewährleistungsansprüche gegen den Verkäufer. Stellen Sie allerdings bloß fest, dass Ihnen die Farbe der Sache doch nicht gefällt, so können Sie diese nicht umtauschen. Freilich machen viele Geschäfte davon aus Kulanz eine Ausnahme – verpflichtet sind sie dazu aber nicht.

Eine Ausnahme gilt nur in besonderen Situationen. Haben Sie die Ware im Fernabsatz gekauft – also per Internet, Telefon, Fax oder Katalog – oder von einem Vertreter in Ihrer Privatwohnung (Haustürgeschäft), so haben Sie ein Widerrufsrecht. Üben Sie dieses innerhalb von zwei Wochen aus, so können Sie die Sache wieder zurückgeben – gleich aus welchen Gründen. Für die Wahrung der zweiwöchigen Frist reicht es aus, dass Sie den Widerruf innerhalb der Frist erklären. Wann dieser beim Verkäufer ankommt ist unerheblich. Wurden Sie jedoch nicht vor dem Vertragsschluss über das Bestehen dieses Widerrufsrecht belehrt, sondern erst später (z. B. mit Lieferung der Ware), so können Sie sogar innerhalb eines Monats den Kaufvertrag widerrufen.

(tw) vom 27.12.2009

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