Wer haftet, wenn Silvesterraketen oder Böller das Auto beschädigen? Zahlt die Versicherung?

Gerade zu Silvester haben viele Menschen besonders um ihre Autos Angst. Immer wieder kommt es vor, dass Silvesterfeuerwerk die Fahrzeuge beschädigt. In der Theorie muss derjenige den Schaden ersetzen, der entweder absichtlich das Auspuffrohr als Halterung für den Böller verwendet oder nur unvorsichtig mit dem Feuerwerk umgeht, sodass es zu Schäden am Auto kommt. Dabei macht man sich sogar wegen Sachbeschädigung strafbar. In der Praxis werden die "Attentäter" aber meist im Dunkel der Nacht entkommen, sodass sie nicht haftbar gemacht werden können. Für den Fall dass doch, zahlt in der Regel die Privathaftpflicht, solange die Tat nicht vorsätzlich erfolgte.

Ist der Täter nicht aufzufinden, so bleibt nur der Gang zur eigenen Versicherung. Wohl dem, der sein Auto zumindest Teilkaskoversichert hat. Nur dann kommt ein Ersatz der Schäden in Betracht. Die Teilkaskoversicherung deckt nämlich die Brand- oder Explosionsschäden. Wird bei einem Cabrio allerdings lediglich das Dach durch herabfallende Glut zerstört, so zahlt auch die Teilkaskoversicherung nicht. Damit diese eintritt ist nämlich ein offenes Feuer nötig. Wird das Auto durch bloßen Vandalismus in der Silvesternacht beschädigt, so hilft nur die Vollkaskoversicherung weiter. Die Inanspruchnahme geht allerdings immer mit der Rückstufung beim Schadensfreiheitsrabatt einher.

In jedem Fall sollte das Auto wohl im heimischen Carport oder im öffentlichen Parkhaus besser als auf der Straße aufbewahrt sein.

(tw) vom 04.12.2008

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