Wozu dient die Vorratsdatenspeicherung?

Die so genannte Vorratsdatenspeicherung soll die Internet-Provider und andere Telekommunikationsunternehmen verpflichten, bestimmte Kundendaten ohne konkreten Verdacht einer Straftat, der normalerweise Voraussetzung für ein derartiges Vorgehen ist, über einen gewissen Zeitraum zu speichern. Damit soll sowohl die Bekämpfung als auch die Prävention schwerer Straftaten wie Terrorismus und Kinderpornographie leichter fallen. Problematisch daran ist allerdings, dass durch die Vielzahl an gespeicherten Daten auch massenhaft unbescholtene Bürger erfasst werden, deren Daten dann über eine lange Zeit zugänglich bleiben. Die Vorratsdatenspeicherung ohne konkreten Anfangsverdacht würde so einen Schritt hin zum "gläsernen Menschen" bedeuten, auch weil sich aus den ermittelten Daten Bewegungsprofile oder ähnliches ermitteln lassen. Zudem wäre ein Missbrauch durch Dritte erleichtert und nicht ausgeschlossen.