Was sind die Tricks bei Abofallen?

Die Anbieter von Dienstleistungen, die eine "Abofalle" verwenden, versuchen meist, die Unachtsamkeit und Unerfahrenheit der potentiellen "Kunden" auszunutzen. Die Aufmachung der Internetpräsenz ist meist so gestaltet, dass es dem Nutzer nicht auffällt, dass er tatsächlich ein kostenpflichtiges Angebot vor sich hat. So werden die Internetseiten namhafter Unternehmen nachgeahmt, im Regelfall kostenlose Programme für teures Geld verkauft oder das Vertippen des Nutzers beim Eingeben der gewünschten Website ausgenutzt, um diesen auf die eigene Seite umzuleiten. Typische Angebote auf den genannten Websites sind beispielsweise Routenplaner für Autofahrten, sms-services, Horoskope, Lebensberatungen, aber auch Single-Börsen, Kochrezepte oder Mitfahrzentralen. Teilweise wird ein Preis für die angebotene Dienstleistung jedoch auch bewusst ganz weggelassen oder die Website nach der Anmeldung dahingehend geändert, dass das ehemals kostenlose Angebot plötzlich kostenpflichtig wird.

Oft werden auch kostenlose Testphasen, Geschenke oder Gewinnspielteilnahmen versprochen. Neuerdings versuchen dubiose Anbieter, sich per E-Mail tiefer in die Privatsphäre der Internetnutzer einzuschleichen, indem zum Beispiel vorgegeben wird, es läge die Nachricht eines Bekannten vor, die unter Angabe der persönlichen Daten abgerufen werden könne. Schlimmer sind Versuche, bei denen auf angeblich von einem selbst kursierende Nacktfotos hingewiesen wird, die unter einer bestimmten Internetadresse eingesehen werden können.Angesichts dieser vielfältigen und durchaus unterschiedlichen Methoden ist beim Surfen im Internet stets Vorsicht geboten.