Wer steckt hinter Abofallen?

Nicht erst seit der gesteigerten Medienpräsenz zählen die so genannten "Abofallen" zu den großen Gefahren des Internets. Mit "Abofalle" bezeichnet man das Vorgehen eines Anbieters, eine vermeintlich kostenlose oder zumindest günstige Dienstleistung wie beispielsweise Routenplanung oder ein Tageshoroskop für den Kunden schwer oder gar nicht erkennbar mit oft horrenden Preisen zu versehen. Meist entsteht für den Kunden, auch wenn er davon ausgeht, er nehme eine einmalige, in seinen Augen kostenlose Dienstleistung in Anspruch, ein Abonnement über einen gewissen Zeitraum, daher auch der Name "Abofalle". Doch nicht nur hier, auch bei den so genannten "Fun-Apps", also kleinen Zusatzprogrammen für das Handy sollte man stets vorsichtig sein, um nicht unversehens mit ungeahnten Kosten konfrontiert zu werden.

Hinter diesen "Abofallen" stehen fast nie seriöse Anbieter, die auf diese Weise Kunden für ernsthafte Angebote gewinnen wollen. Oftmals handelt es sich mehr oder weniger um Briefkastenfirmen, die eine Vielzahl gleichartiger, qualitativ teils minderwertiger Dienstleistungen anbieten und deren Hauptzweck es ist, auf diese unehrliche Weise Geld zu verdienen. Der Sitz der Unternehmen befindet sich außerdem teilweise im Ausland. Zudem wählen die Anbieter oft solche Unternehmensformen, bei welchen sie keiner oder nur einer geringen persönlichen Haftung ausgesetzt sind und an deren Gründung keine großen Herausforderungen gestellt werden, wie zum Beispiel die englische Limited. Damit besteht für den Betreiber nicht einmal im Fall der Insolvenz ein großes Risiko, er bleibt meist anonym und für den geschädigten Nutzer, der etwa Schadensersatzansprüche geltend machen will, nur schwer zu erreichen.

Zu beachten ist auch, dass ein Unternehmen oft viele verschiedene Websites und Dienstleistungen anbietet, die gleich aufgebaut sind und alle den Zweck verfolgen, den Kunden über eventuelle Zahlungspflichten zu täuschen.