Unberechtigte Forderungen vom Inkassobüro - wie zur Wehr setzen?

Gesponsorter Beitrag Was bedeutet das?

In der Regel weisen Inkassounternehmen weder eine Vollmacht zum Einzug der Forderung noch eine Abtretung der Forderung an das Inkassounternehmen vor.
Darum müssen Sie, bis das Inkassounternehmen eines von beiden nicht vorlegt, gar nicht reagieren, denn das Unternehmen muss erst einmal beweisen, dass es überhaupt das Recht hat die Forderung einzuziehen. Im Übrigen lassen es Inkassofirmen bei ungerechtfertigten Forderungen so gut wie nie auf eine Klage ankommen. Inkassobüros spekulieren häufig darauf, dass der Gemahnte aus Angst vor den angedrohten Mehrkosten die Forderung begleicht. Egal ob diese gerechtfertigt ist oder nicht.
Wenn das Inkassounternehmen allzu penetrant auftritt kann die Grenze zur strafrechtlichen Nötigung erreicht werden. Dies ist jedenfalls dann anzunehmen, wenn das Inkassobüro belästigend auftritt und mit körperlicher Gewalt droht (Landgericht Köln Urteil vom vom 18. März 2008 Az. 33 O 390/06). In diesem Fall können Sie Anzeige bei der Polizei erstatten und daneben eigenständig vor dem zuständigen Zivilgericht eine Unterlassungsklage gegen die Störung durch das Inkassounternehmen anstrengen.
Wenn die Grenze zur Nötigung nicht erreicht ist, bleibt Ihnen immer noch die Möglichkeit eine Feststellungsklage zu betreiben. Dann wird dann in einem Prozess geklärt, ob die vom Inkassounternehmen gegen Sie geltend gemachte Forderung gegen Sie besteht oder nicht. Dabei tragen Sie allerdings die Beweislast, dass die Forderung nicht besteht. Sie bleiben, falls das Inkassounternehmen Insolvenz anmeldet, trotz des gewonnenen Prozesses auf den Gerichtskosten sitzen. Dieses Risiko lohnt sich in den allermeisten Fällen nicht und steht in keiner Relation zum Aufwand. Daher werfen Sie am besten unberechtigte Forderungen von Inkassounternehmen direkt in den Müll. Irgendwann gibt das Unternehmen auf. Auch das Schreiben eines Rechtsanwaltes kann manchmal Wunder bewirken.