Karneval: Darf man am Arbeitsplatz Kostüme und Verkleidung tragen?

Nicht zu selten kommt es vor, dass die wenigen „Jecken“, die zur Karnevalsarbeit nicht frei haben, kostümiert ins Büro kommen und dadurch den Karneval „auf ihre Art“ mit den anderen feiern wollen.
Hier stellt sich die Frage, ob dies im Büro eigentlich erlaubt ist oder gar bis zur Kündigung des jeweiligen Arbeitnehmers führen kann.
Dazu gilt zunächst zu sagen, dass dagegen nichts einzuwenden ist, solange die dienstlichen bzw. betrieblichen Interessen dadurch nicht beeinträchtigt werden. Hier gab das Bundesarbeitsgericht klar zu verstehen, dass der Arbeitgeber jedoch stets von seinen Mitarbeitern verlangen kann, dass diese sich, insbesondere wenn Kundenkontakte anstehen, „branchenüblich“ kleiden. Wird folglich ein bestimmtes „Dresscode“ vom Arbeitgeber vorgegeben und diesem nicht Folge geleistet, müssen die betroffenen Arbeitnehmer mit einer Abmahnung rechnen. Auch hier gilt der Grundsatz, dass eine Kündigung grundsätzlich nicht möglich ist, außer es handelt sich dabei um einen Wiederholungsfall bzw. um „hartnäckige Weigerung“.
Eine weitere Rolle spielt hier, ob die Kostümierung in den typischen Karnevalsgebieten getragen wird. So ist eine Kostümierung während der Arbeitszeit in manchen „Karnevalshochburgen“ selbst bei Kundenkontakt nicht unüblich. Hier wird den Mitarbeitern jedoch trotz allem empfohlen auf eine vollständige Verkleidung möglichst zu verzichten und vielleicht auf kleine Accessoires wie Hütchen, rote Nase oder überdimensionale Brillen zurückzugreifen.

vom 08.02.2009

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