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Mitbestimmungsrecht für Arbeitnehmer: welche Rechte habe ich?

Der Arbeitnehmer kann im unternehmerischen Betrieb auf mehrere Optionen zurückgreifen dort ein bestimmtes Maß an Mitbestimmung zu erreichen.

Zum einen kann über die Wahl eines Betriebsrates im Rahmen des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG) eine Zwischeninstanz zur Kommunikation zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern geschaffen werden, die als beschwichtigendes und beratendes Organ Unstimmigkeiten zwischen beiden Parteien regelt und so vor allem die Interessen der Arbeitnehmer wahrnimmt. Der Betriebsrat ist dann zentrale Stelle um Rechte des Arbeitnehmers zu schützen. Der Arbeitgeber muss diesen insbesondere vor Kündigungen informieren. Auch stehen dem Arbeitnehmer Informations-, Anhörungs-, und Mitwirkungsrechte zu, so dass er Leistungsbeurteilungen verlangen kann, aber auch Kritik und Beschwerden äußern darf.

Zum anderen kann durch das Mitbestimmungsgesetz (MitBestG) eine Aufnahme von Arbeitnehmervertretern in den Aufsichtsrat eines Unternehmens erreicht werden. Voraussetzung dafür ist, dass das Unternehmen in der Rechtsform einer GmbH, AG, KGaA oder Genossenschaft betrieben wird und mehr als 2000 Mitglieder hat. Hier sitzen sich Arbeitnehmervertreter und Anteilseigner gegenüber und bestimmen gleichberechtigt über grundlegende betriebliche Fragen.