Recht-gehabt.de

Wann wird eine Umschulung gewährt?

Eine Umschulung ist eine berufsbildende Maßnahme für die Erwachsenenausbildung im Rahmen des Berufsbildungsgesetzes (BBIG). Ziel ist es, eine Person für eine andere als die ursprünglich gelernte Tätigkeit vorzubereiten.

Eine Umschulung ist teuer, da dem betroffenen Arbeitnehmer neben den eigentlichen Schulungskosten auch die normalen Lebenshaltungskosten entstehen. Daher gewähren die zuständige Bundesagentur für Arbeit oder die ARGE eine Umschulung nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Der Antragende muss förderungswürdig sein, d.h.:

  • Eine Erstausbildung muss abgeschlossen sein, unabhängig davon ob diese erfolgreich oder nicht erfolgreich war.
  • Es besteht keinerlei Möglichkeit mehr im erlernten Erstberuf aufgrund persönlicher oder arbeitsmarktbedingter Voraussetzungen tätig zu sein.
  • Eine zukünftige Tätigkeit in der erlernten Branche ist nicht zu erwarten.
  • Der gewählte Umschulungsberuf muss dazu geeignet sein, die vorhandene oder drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden und eine längerfristige Platzierung im neuen Berufsfeld ermöglichen.
  • Die Umschulung muss zu einem anerkannten Berufsabschluss führen

Genaueres wird ein Sachbearbeiter der zuständigen Behörden mitteilen. Grundsätzlich sollte man sich vor der Beantragung einer Umschulung gut über das neue Berufsfeld informieren, um dem Mitarbeiter der ARGE schon ein etwaiges Bild der späteren Tätigkeit und des ungefähren Arbeitsmarktes zu verschaffen. Auch sollte berücksichtigt werden, dass bestimmte Berufszweige zusätzlich ein mehrmonatiges Praktikum fordern (z.B. Krankenschwester), bevor eine entsprechende Ausbildung begonnen werden darf.