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EC-Karten Panne: Karten funktionieren 2010 nicht mehr – was tun?

Nicht alle haben den Jahreswechsel so gut überstanden wie wir. Dazu gehören beispielsweise die EC-Karte oder auch Kreditkarte. Die deutschen Banken sind wegen Problemen mit 30 Millionen EC- und Kreditkarten in Schwierigkeiten geraten. So funktioniert bei einigen Karten der Chip im Jahre 2010 nicht mehr. Dieser wurde ursprünglich eingeführt, um die Karten sicherer zu machen. Nun versagt er bei Prüfberechnungen mit der Jahreszahl 2010, da diese Zahl nicht richtig interpretiert wird.

Einigen Verbrauchern ist bereits ein finanzieller Schaden durch das Versagen der EC-Karten entstanden. Dieser kann beispielsweise darin liegen, dass sie Geld an EC-Automaten fremder Geldinstitute abheben mussten und so mit Gebühren der anderen Banken konfrontiert wurden. Teilweise mussten Verbraucher sich auch Geld ins Ausland schicken lassen, wenn die Karte am ausländischen Geldautomaten den Dienst quittierte.

Bank macht sich für fehlerhafte EC-Karten schadensersatzpflichtig

Rechtlich gesehen muss die Bank für die Kosten aufkommen, die dem Kunden durch den Fehler entstehen. Schließlich verpflichtet sie sich nach dem Bankvertrag eine funktionsfähige EC-Karte zur Verfügung zu stellen. Dass der Fehler möglicherweise durch eine andere Firma verursacht wurde, entlastet die Bank nicht, da sie auch für andere einstehen muss, die sie zur Erfüllung eigener Aufgaben einsetzt. Kunden sollten also Belege sammeln und anschließend bei der eigenen Bank als Schadensersatzforderung einreichen.

Kunden hoffen auf Kulanz der Banken

Mittlerweile forderte bereits die Politik, so Ilse Aigner (CSU), dass „wenn Kunden jetzt gezwungen sind, am Bankschalter Bargeld zu holen, dürfen dafür keine Gebühren berechnet werden“. Insofern dürfte die Branche an Kulanzregelungen interessiert sein, sodass der Weg vor die Gerichte hoffentlich nicht beschritten werden muss.