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Kreditkarten-Umtausch: Was muss ich beachten? Kann ich Rückzahlung verlangen?

Derzeit (19.11.2009) läuft eine große Aktion zum Kreditkarten-Umtausch. Es sind dabei Kreditkarten aller Banken und Sparkassen betroffen, sodass bis jetzt mehr als 100.000 Kreditkarten eingezogen und durch neue ersetzt wurden. Ursache ist ein Verdacht des Datendiebstahls bei einem Dienstleister in Spanien.

Inhaber von Kreditkarten sollten daher prüfen, ob auf ihren Abrechnungen Fehlbuchungen vorkommen. Sollte die Kreditkarte nicht getauscht werden, so sollte auch zukünftig die Abrechnung geprüft werden. Diese Fehlbuchen müssen dann der Bank gemeldet werden. Diese haftet für alle Fehlbuchungen nach § 675u BGB. Eine Haftung der Bank ist nur dann ausgeschlossen, wenn der Kunde sich selbst grob fahrlässig verhalten hat. In diesen Fällen bleibt der Kunde auf seinem Schaden sitzen. Sollte der Datendiebstahl auf das Fehlverhalten der Bediensteten der Bank zurückgehen, so ist dem Kunden aber keine grobe Fahrlässigkeit vorzuwerfen. Diese liegt meist dann vor, wenn der Kunde mit der Karte Geld am Automaten abgehoben hat, da die Banken dann behaupten, dass die PIN zusammen mit der Karte notiert wurde. Dieses verstößt gegen § 675l Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Der Kunde muss dann beweisen, dass er nicht grob fahrlässig gehandelt hat.