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Gewerbe abmelden oder ruhen lassen: Was beachten?

Wird der Betrieb eines Gewerbes aufgegeben, so muss man dies bei der zuständigen Behörde abmelden. Das gilt auch, wenn der Gewerbebetrieb in eine andere Gemeinde verlegt wird oder eine Person aus einer Personenhandelsgesellschaft austritt.

Formal muss man das vorgedruckte Abmeldeformular der Behörde ausfüllen um die Abmeldung offiziell bestätigen zu lassen.

Im Gegensatz zur vollständigen Aufgabe eines Gewerbes ist das zeitweiße, z.B. saisonale, Ruhen lassen nicht anmeldepflichtig. Es muss lediglich dem zuständigen Finanzamt die Anzeige gemacht werden, dass man beabsichtigt das Gewerbe eine Zeit lang nicht weiter zu betreiben. Nimmt man die gewerbliche Tätigkeit wieder auf, so muss man dies dem Finanzamt aber unaufgefordert mitteilen.
Auch sollten die Berufsgenossenschaft, die IHK oder die Krankenkasse informiert werden.

Beim Ruhen des Gewerbes müssen keinerlei Umsatzsteuer-Voranmeldungen, Erklärungen und bestimmte Anlagen zur Einkommenssteuer mehr im Jahresrhythmus abgegeben werden.

Das Ruhen-lassen ist auf keinen Zeitraum beschränkt, kann also auch mehrere Jahre andauern.
Eine Abmeldung bietet sich somit dann an, wenn man sich sicher ist, das Gewerbe in Zukunft nicht mehr betreiben zu wollen, wohingegen ein Ruhen-lassen bei nur temporärem Gewerbestopp vorzugswürdig wäre.