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Was ist eine Genossenschaft?

Eine Genossenschaft ist ein Zusammenschluss von natürlichen Personen und anderen Gesellschaften zur gemeinsamen unternehmerischen Betätigung. Ihr Antrieb ist die Wahrnehmung kollektiver Interessen und Zwecke. Diese Interessen können sowohl wirtschaftlicher, als auch kultureller oder sozialer Natur sein.

Zur Gründung bedarf es einer Eintragung im Genossenschaftsregister. Weiterhin muss die gesetzlich geregelte Mindestanzahl von drei Mitgliedern erreicht sein und die Genossenschaftssatzung, als Gründungsvertrag, bestimmte Mindestanforderungen erfüllen, §§ 5 ff. Genossenschaftsgesetz (GenG).

In organisatorischer Sicht besteht eine Genossenschaft aus drei Organen: Dem Aufsichtsrat, dem Vorstand und der Generalversammlung. Diese Gruppierungen kontrollieren und organisieren die Tätigkeit der Genossenschaft im internen und externen Bereich und können stellvertretend vor Gericht auftreten.

Ähnlich wie bei der GmbH und der AG sind die Mitglieder der Genossenschaft von der Haftung mit ihrem Privatvermögen freigestellt. Die Genossenschaft allein ist Haftungsträger für Verbindlichkeiten. Die Haftung der Genossenschaft ist aber nicht unbeschränkt, sondern kann ebenso wie bei AG und GmbH auf eine bestimmte Haftungssumme fixiert werden, § 119 Genossenschaftsgesetz (GenG). Soweit die Genossenschaftssatzung es vorsieht kann für den einzelnen Gesellschafter auch noch eine Nachzahlungspflicht entstehen.