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Darf man mit einem Rennrad im Straßenverkehr fahren?

Ein Rennrad stellt grundsätzlich ein Fahrzeug im Sinne der Straßenverkehrsordnung (StVO) dar, auch wenn es in dieser selbst nicht näher definiert wird. Somit darf ein Rennrad auch im Straßenverkehr benutzt werden. Voraussetzung ist aber wie bei allen Fahrzeugen, dass das Rennrad auch straßenverkehrstauglich ist.

Straßenverkehrstauglich ist ein Fahrrad im Allgemeinen immer dann, wenn eine geeignete Lichtanlage, genügend Reflektoren, eine helltönende Glocke und zwei voneinander unabhängige Bremsen angebaut sind.

Für besondere Rennräder, die unter 11 kg wiegen, gilt hinsichtlich der Lichtanlage aber die vereinfachte Vorschrift des § 67 Abs. 11 Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO). Diese Rennräder benötigen keine fest installierte Lichtmaschine, ausreichend ist auch batteriebetriebenes Stecklicht, was aber zu jeder Zeit mitgeführt werden muss.

Nur für die Teilnahme an speziellen, extra zugelassenen Straßenrennen (zum Beispiel Tour de France, Deutschlandtour, HEW – Cyclassics) sind Rennräder komplett von den Vorschriften der StVO befreit.

ACHTUNG: Für die schöne Insel Helgoland gilt eine Spezialvorschrift: Dort ist das Radfahren insgesamt nämlich nach § 50 StVO verboten.