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Fahrrad gestohlen – zahlt die Versicherung?

Es gibt wohl kaum einen anderen Gegenstand, der in Deutschland häufiger gestohlen wird als ein Fahrrad. Schätzungsweise 390000 Fahrräder werden jedes Jahr gestohlen! Ist dies der Fall, ist der Ärger groß. Eine Hausratsversicherung umfasst normalerweise auch das Fahrrad. Der Schutz des Fahrrads gilt aber meist nur in der Zeit von 6 bis 22 Uhr oder wenn sich das Fahrrad zum Zeitpunkt des Diebstahls in einem abgeschlossenen Raum (zum Beispiel einer Garage) befand. Eine solche haftungseinschränkende Klausel zugunsten der Versicherung ist nach dem Bundesgerichtshof (BGH) auch zulässig (BGH, 18. 6. 2008, Az.: IV ZR 87/07). Sollten diese Voraussetzungen nicht gegeben sein, zahlt demnach auch die Versicherung nicht. Auch die Entschädigungshöhe ist begrenzt, meist auf ein bis zwei Prozent der Versicherungssumme.

Besitzt jemand ein teuereres Fahrrad, wie zum Beispiel ein Rennrad, ist es für ihn deshalb oft günstiger, eine spezielle Fahrradversicherung abzuschließen. Dabei gibt es sogar Versicherungen, die auch Schäden und Verschleiß der Fahrradteile mit ersetzen, allerdings oft zu einem stolzen Preis.