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Welche Ausstattung benötigt ein Fahrrad im Straßenverkehr nach der StVO?

Welche Ausrüstung ein Fahrrad im Straßenverkehr benötigt, richtet sich nach den Regelungen der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO). Im Folgenden werden alle notwendigen Einrichtungen als „Check-Liste“ aufgezählt.

  • Einrichtung für Schallzeichen: Nach § 64a StVZO muss sich an jedem Fahrrad mindestens eine helltönende Glocke befinden. Andere Einrichtungen für Schallzeichen sind nicht erlaubt.
  • Bremsen: Das Fahrrad muss laut § 65 Abs. 1 Satz 2 StVZO zwei voneinander unabhängige Bremsen besitzen, die während der Fahrt bedient werden können und die die Fahrbahn nicht beschädigen. Ausreichend ist eine Bremse immer dann, wenn sie fest montiert ist und die Geschwindigkeit des Fahrrads verringern kann.
  • Lichttechnik: Das Fahrrad muss gemäß § 67 StVZO einen nach vorn wirkenden Scheinwerfer mit weißem Licht besitzen, der so montiert werden muss, dass er sich nicht unbeabsichtigt verstellen kann und der nicht verdeckt wird. Zudem wird eine Schlussleuchte mit rotem Licht benötigt. Scheinwerfer und Schlussleuchte dürfen nur zusammen einschaltbar sein, zu ihrem Betrieb ist ein Dynamo (Nennleistung von mindestens 3 W, Nennspannung mindestens 6 V) zwingend vorgeschrieben. Zusätzlich zum Dynamo ist batteriebetriebenes Licht zulässig; dieses allein kann den Dynamo allerdings nicht ersetzen.
  • Reflektoren: Ein nach vorne wirkender, weißer Reflektor ist ebenso Pflicht wie mindestens ein nach hinten wirkender, roter Reflektor. Zudem ist ein mit dem Buchstaben „Z“ gekennzeichneter roter Großflächen-Reflektor Pflicht, der auch mit der Schlussleuchte zusammen in einem Gerät vereinigt sein darf. Auch die Fahrradpedalen müssen mit nach vorne und nach hinten wirkenden gelben Reflektoren ausgestattet sein. Vorder- und Hinterrad müssen zwei um 180° versetzt angebrachte, seitlich wirkende gelbe Reflektoren oder einen ringförmig zusammenhängenden retroreflektierenden weißen Streifen an den Reifen oder in den Speichen aufweisen (§ 67 Abs. 6, 7)

Eine Ausnahme von den strengen Beleuchtungsvorschriften gilt gemäß § 67 Abs. 11 StVZO für Rennräder, die unter 11 kg wiegen. Diese benötigen keine fest installierte Lichtmaschine, batteriebetriebenes Licht mit niedrigerer Netzspannung reicht aus. Dieses muss auch nicht ausschließlich zusammen einschaltbar sein, muss aber stets mitgeführt werden. Für speziell ausgewiesene Rennen sind Rennräder von sämtlichen Straßenverkehrsvorschriften befreit.

Desweiteren enthält § 67 StVZO noch viele andere weitergehende Hinweise zur korrekten Montage der Lichtanlage