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Kündigung und Haustiere: Welche Rechte haben Sie als Mieter?

Beinahe jeder Mieter kommt irgendwann einmal in eine Situation, in der er sich fragt, welche Rechte er hat. Dabei ist es gerade bei Streitigkeiten mit dem Vermieter von Vorteil, wenn man seine Rechte als Mieter auch tatsächlich kennt. Häufige Gründe für Auseinandersetzungen sind dabei die Haltung von Haustieren sowie eine Kündigung durch den Vermieter. Wir klären Sie über Ihre Rechte auf!

Muss ich eine Kündigung akzeptieren?

Flattert plötzlich die Kündigung des Vermieters ins Haus, so ist dies immer ein großer Schock, und zwar vor allem dann, wenn man sich nichts zuschulden kommen lassen hat. Wohnt man dann auch noch in einer Stadt oder Region, in der es fast unmöglich ist, auf die Schnelle eine neue Bleibe zu finden, möchte man am liebsten sofort den Kopf in den Sand stecken. Genau dies sollte man aber nicht tun, vielmehr sollte man überprüfen, ob die Kündigung überhaupt rechtens ist. Feststeht: Liegt kein gesetzlich anerkannter Grund für die Kündigung vor, so darf der Vermieter das Mietverhältnis nicht kündigen. Darüber hinaus ist es erforderlich, dass der Grund für die Kündigung im Schreiben angegeben wird. Im Bürgerlichen Gesetzbuch sind die Gründe für eine ordentliche Kündigung durch den Vermieter in § 573 angegeben. Weitere Infos zu Kündigungsgründen für Vermieter erhalten Sie auf dem Informationsportal Immobild.

Darf ich in meiner Wohnung ein Haustier halten?

Wie man dort lesen kann, fällt unter gewissen Umständen auch die unerlaubte Haltung eines Haustiers zu den möglichen Kündigungsgründen. Viele Mieter fragen sich also nicht ohne Grund, ob ihr geliebtes Haustier mit in die neue Wohnung einziehen darf oder ob sie sich nach dem Einzug einen tierischen Gefährten zulegen dürfen. Die Antwort auf jene Frage erhält man im Wesentlichen mit einem Blick in den Mietvertrag. In vielen Verträgen ist bereits eine Klausel enthalten, welche die Haltung von Tieren in der Mietwohnung untersagt. Ungeachtet dessen, ob jene Klausel sämtliche Tiere umfasst oder nicht, sind Kleintiere von jenem Verbot ausgeschlossen. So darf die Haltung von Kleintieren wie Meerschweinchen, Hasen und anderen Nagern sowie von Fischen oder Ziervögeln nicht vom Vermieter untersagt werden. Hingegen muss man sich an die Klausel halten, wenn Hunde oder Katzen nicht in der Mietwohnung leben dürfen. Und auch wenn der Mietvertrag zum Thema Tierhaltung schweigt, sollte man Bello oder die Mieze nicht mit einziehen lassen, sondern zuvor die Zustimmung des Vermieters einholen. Hat dieser einen berechtigten Grund, so kann er nämlich die Haltung jener Tiere ablehnen. Und auch die Haltung gefährlicher, ungewöhnlicher oder exotischer Tiere bedarf der vorherigen Zustimmung des Vermieters.

Genauere Informationen zu Ihren Rechten als Mieter erhalten Sie in dieser Rubrik unseres Portals.