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Kann einem Schüler die Klassenfahrt verwehrt werden?

Aggressive Schüler können von einer Klassenfahrt ausgeschlossen werden – dies kann als „Ordnungsmaßnahme“ seitens einer Schule zu Recht ergehen, so entschied das Berliner Verwaltungsgericht in einem Beschluss.

Im konkreten Falle handelte es sich um das Fehlverhalten von zwei 13-jährigen Schülern, die zwei andere Schüler in ein Rondell aus Holzbänken schubsten und diese mit Gewalt daran hinderten, den Kreis zu verlassen. Zudem zwangen Sie diese, vor den Augen der anderen Schüler, zu einem „Zweikampf“ und ließen erst von ihnen ab, als eine Lehrkraft einschritt. Mitschüler, die den „eingeschlossenen“ Schülern helfen wollten, seien durch Drohungen daran gehindert worden.

Die Schule entschied anschließend aufgrund Ihres aggressiven Fehlverhaltens, die beiden Siebtklässler von der Klassenfahrt auszuschließen.
Das Gericht wies die Eilanträge der beiden 13-Jährigen ab und entschied, die „Ordnungsmaßnahme“ sei rechtens. Zur Erziehungsarbeit der Schule im Allgemeinen zähle es ebenfalls, Schülern zu vermitteln, Konflikte nicht nur zu erkennen- sondern auch vernünftig und gewaltfrei zu lösen.

Wenn Schüler hingegen zu derartigem „gewalttätigem Verhalten“ gegen ihre Mitschüler bereit seien, so stelle dies den Auftrag der Schule in Frage und rechtfertige derartige Ordnungsmaßnahmen.