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Schulhofunfall – wer haftet?

Rangeleien auf dem Schulhof gibt es immer wieder. Wenn sich ein Kind aber ernsthaft verletzt – womöglich ohne eigenes Zutun – ist guter Rat meist teuer. Was man als Elternteil tun kann und wer bei einem Schulhofunfall haftet, wollen wir hier erläutern.

Schmerzensgeld nach Schulhofrangelei

Folgendes Beispiel: Auf dem Schulhof wird ein Kind geschubst, stolpert und fällt derart unglücklich, dass der Arm oder vielleicht ein Bein an mehreren Stellen bricht. Ein Gips und womöglich eine Operation, bei der Metallplatten eingesetzt werden, sind die möglichen Folgen. Das Kind hat Schmerzen, verpasst einige Schultage und ist körperlich für eine längere Zeit eingeschränkt. Verständlicherweise ärgert es die Eltern, wenn sich in so einem Fall niemand verantwortlich fühlt, die Schule den Vorfall als Lappalie herunterspielt und sich der Unfallverursacher, also das andere Kind, nicht einmal entschuldigt. In so einem Fall ist ein guter Rechtsschutz Gold wert. Mehr Infos dazu findet man z.B. unter https://www.advocard.de. Doch was kann man tun? Von Gesetzes wegen ist es so, dass, soweit dem Schädiger nicht die zur Erkenntnis der Verantwortlichkeit erforderliche Einsicht (§ 828 Abs. 3 BGB) fehlt, der Anspruch auf Schmerzensgeld durchaus besteht. Wenn die involvierten Kinder noch sehr jung und das Schubsen eher im Spiel passiert ist, ist die Angelegenheit natürlich nicht so eindeutig.

Kann ich den ,,Täter“ anzeigen?


Bild: © BananaStock/Thinkstock

Wurde ein Mitschüler mit voller Absicht verletzt, besteht selbstverständlich die Möglichkeit, den Fall zur Anzeige zu bringen. Kommt es dann zu einem Verfahren gegen den Verursacher der Verletzungen und endet ebendieses Verfahren mit einer Verurteilung, fiele ein anschließender Zivilprozess wesentlich weniger kompliziert aus. Da es sich allerdings um ein ,,Verfahren gegen Jugendliche“ handelt, gibt es auch einige Besonderheiten, die man berücksichtigen muss. Da jeder Fall anders ist und wir hier nicht alle Möglichkeiten erörtern können, ist eine individuelle Rechtsberatung zu empfehlen!

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