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Gewerbeschein als Student: Was beachten?

Als Student kann man, wie jedermann, auch neben dem Studium ein Gewerbe betreiben. Voraussetzung dafür ist zunächst einmal, dass man die Tätigkeit bei der örtlich zuständigen Gewerbebehörde anmeldet und sich einen Gewerbeschein ausstellen lässt.

Weiterhin sollte man überlegen ob man sich als Kleingewerbetreibender betätigen, oder ein Vollgewerbe betreiben möchte. Der Kleingewerbetreibende muss keine jährliche Steuererklärung abgeben, sondern nur eine Einnahmen-Überschussrechnung. Die erfordert einen deutlich geringeren Aufwand.

Im ersten Jahr der Tätigkeit besteht zudem in Kleingewerben eine Umsatzsteuer-Freibetragsgrenze von 17500 Euro die nicht überschritten werden darf. Im zweiten Jahr liegt diese Grenze bei 50000 Euro, § 19 Umsatzsteuergesetz (UStG).

Auch bezüglich der Krankenversicherung bestehen Besonderheiten. Grundsätzlich ist der Student über die Familienversicherung mitversichert. Allerdings gilt es hier die Altersgrenzen nicht zu überschreiten.

Übersteigt die Wochenarbeitszeit die Grenze von 20 Stunden, so gilt die gewerbliche Tätigkeit als Hauptberuf und der Student wird eigenständig versicherungspflichtig.

Ab einem Einkommen von 7680 Euro fällt zudem die Gewährung des Kindergeldes für den Studenten weg.