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Muss ich Hundekot vom Gehweg entfernen?

Die Verschmutzung der Straßen und Gehwege ist in vielen Gemeinden häufig ein leidiges Thema. Hier ist, wie bei der Erhebung einer Hundesteuer, die Gemeinde selbst in der Lage, Abhilfe zu schaffen und den Verschmutzer zur Rechenschaft zu ziehen: sie darf in einer Satzung anordnen, dass der Hundehalter die vom Hund verursachten Verunreinigungen von öffentlichen Flächen wie Parks, Sportflächen und Kinderspielplätzen sofort beseitigt. Zudem kann eine solche Satzung bestimmen, dass im Fall der Zuwiderhandlung ein Bußgeld fällig wird. Manche Gemeinden stellen zum Zweck der Beseitigung sogar Automaten mit Plastiktüten auf, damit die „Hinterlassenschaften“ der Vierbeiner umgehend entfernt werden. Landen Exkremente allerdings auf normalen Straßen und Gehwegen, werden oftmals die Anwohner herangezogen: die Gemeinde erlegt ihnen die Pflicht auf, wie im Übrigen bei der Streupflicht im Winter, die betreffenden Straßen zu reinigen, wozu auch das Beseitigen von Hundekot gehört. Im Interesse guter nachbarschaftlicher Beziehungen sollte der Hundehalter allerdings dafür Sorge tragen, dass verursachte Verschmutzungen unverzüglich beseitigt werden.

Wird ein privates Grundstück in Mitleidenschaft gezogen, sollte der Hundehalter das „Häufchen“ ebenfalls sofort entfernen; hier drohen Sanktionen sowohl in zivilrechtlicher als auch, in krasseren Fällen, in strafrechtlicher Hinsicht beispielsweise in Form einer Anzeige wegen Sachbeschädigung oder Hausfriedensbruchs. Der Geschädigte kann Ersatz des ihm entstandenen Schadens, sofern ein solcher zum Beispiel in Form bleibender Flecken oder ähnlichem vorliegt, sowie Unterlassung der Verunreinigung für die Zukunft verlangen.