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Muss man als Vermieter einen Hausmeister stellen?

Ein Hausmeister, der sich um die einzelnen Wohnungen eines Hauses kümmert, kleinere Reparaturen erledigt und unter Umständen das Treppenhaus reinigt, ist meist eine sehr hilfreiche Einrichtung. Dabei handelt es sich allerdings nur um eine „Serviceleistung“ des Vermieters, die dieser über die Betriebskostenabrechnung geltend machen kann. Der Mieter kann keinesfalls auf die Stellung eines Hausmeister bestehen. Er kann auch nicht verlangen, dass kleine Reparaturen, die er selbst statt eines Hausmeisters ausführt, vom Vermieter vergolten werden, wenn ihm die Kosten dieser Reparatur beispielsweise auf Grund einer so genannten Kleinreparaturklausel auferlegt sind. Zieht man als handwerklich begabter Mieter in eine neue Wohnung, kann es sich allerdings vielleicht lohnen, sich dem Vermieter selbst als Hausmeister anzudienen; jedoch muss man auch als Hausmeister die anteiligen Kosten für diese Dienstleistung, die der Vermieter über die Betriebskosten auf die Mieter umlegt, zahlen. Es gilt insoweit keine Sonderregelung (siehe Amtsgericht Stuttgart, 22.07.1994, Az. 34 C 6338/94).