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Auslandskrankenversicherung – was muss beachtet werden?

Die Auslandskrankenversicherung ist für viele Menschen immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Was versteht man genau darunter? Wie findet man die passende Versicherung? Und auf welche Leistungen sollte der Versicherungsnehmer besonders achten? Hier die Antworten:

Welche Leistungen bietet eine Auslandskrankenversicherung?

Eine Auslandskrankenversicherung für umfassenden Schutz auf Reisen außerhalb der deutschen Landesgrenzen kann sich als sehr nützlich erweisen. Anbietervergleiche lassen sich heutzutage ganz leicht im Internet anstellen, doch zunächst sollte man sich wohl fragen, was genau eine Auslandskrankenversicherung abdeckt beziehungsweise welche Leistungen sie bietet. In jedem Fall sieht die Auslandskrankenversicherung sowohl die ambulante als auch die stationäre Behandlung als Basisleistung vor. Unter Umständen gibt es bei einigen Versicherern die Möglichkeit, den Versicherungsschutz dahingehend zu verbessern, dass auch eine fachärztliche Behandlung im Bedarfsfall zum erstattungsfähigen Versicherungsschutz mit dazugehört. Der sogenannte Auslandsnotruf macht besonders viel Sinn, wenn sich der Reisende in einem Land außerhalb Europas aufhält. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass sich die vor Ort behandelnden Mediziner mit dem heimischen Hausarzt absprechen können, um dem Patienten eine bessere Behandlung zu bieten. Wer auf Medikamente angewiesen ist und lieber auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich vor Reiseantritt ein entsprechendes Ersatzmedikament nennen lassen, falls das Präparat aus der heimischen Apotheke in dem jeweiligen Reiseland nicht verfügbar sein sollte. Mit dem Abschluss einer Auslandskrankenversicherung ist auch unweigerlich die Frage verbunden, welcher Zeitraum für die Versicherungsdauer gewählt werden sollte. Einen pauschalen Idealweg gibt es hier nicht. Vielmehr existieren auf dem Versicherungsmarkt in Bezug auf die Laufzeit mannigfaltige Möglichkeiten. Eine unkomplizierte Methode ist beispielsweise die Inanspruchnahme einer Zusatzkrankenversicherung, die zeitlich auf die Dauer der Reise begrenzt ist. Daneben gibt es aber auch selbstverständlich die Möglichkeit, Policen über mehrere Jahre abzuschließen – dabei kommt es also ganz auf die Dauer des Auslandsaufenthaltes an. Bei den Einzelpolicen, die für spezielle Urlaubsreisen abgeschlossen werden, gilt indes die Faustregel, dass die Aufenthaltsdauer von 42 Tagen nicht überschritten werden darf! Experten raten nicht selten zur Jahrespolice, da der Reisende auch im Falle einer kurzen Reisen in eines der Nachbarländer abgesichert wäre. Auf diese Weise kann man auch mal spontan eine Reise antreten, ohne sich sorgen zu müssen.

Der Krankenrücktransport

Selbstverständlich wird durch die Auslandskrankenversicherung im Notfall auch der Rücktransport ins Heimatland übernommen, sofern ein entsprechender medizinischer Notfall vorliegt. Ist der Transport in die Heimat einmal nicht zwingend notwendig, weil die Behandlung auch ganz einfach vor Ort durchgeführt werden könnte, übernehmen einige Versicherer den Rücktransport trotzdem. Was das betrifft, sollte man sich vorab eingehender erkundigen.