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Sturz auf eisglatter Straße – zahlt die Versicherung?

Der Eigentümer eines Grundstückes hat grundsätzlich dafür zu sorgen, dass die an sein Grundstück angrenzenden Bürgersteige in den dafür vorgeschriebenen Zeiten frei von Eis und Schnee sind. Kommt der Anlieger dieser Pflicht nicht nach, so muss er dem Bürger für die entstandenen Schäden vollumfänglich haften, die dadurch entstehen dass dieser auf dem glatten Gehweg stürzt. Hier können hohe Kosten entstehen wenn eine dauerhafte oder auch nur zeitweilige Arbeitsunfähigkeit eintritt.

Private Haftpflichtversicherung oder Grundbesitzerhaftpflichtversicherung zahlt

Normalerweise übernimmt deratige Zahlungen die Versicherung – sofern es denn eine gibt. Wurde z.B. auf den Mieter eines Hauses die Pflicht zum Räumen abgewälzt, so springt die private Haftpflichtversicherung ein. Eigentümer von Mehrfamilienhäusern benötigen hingegen eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung. Die Versicherung übernimmt dann alle Zahlungen, die auch der Anlieger dem Gestürzten erbringen müsste. Dazu gehören Behandlungskosten, Ersatz für beschädigte Kleidung, Schmerzensgeld oder auch die Kompensation eines Verdienstausfalls.
Streut der Verantwortliche den Bürgersteig nach mehreren Unfällen aber immer noch nicht, so kann er den Versicherungsschutz verlieren und muss den Schaden dann selbst zahlen.