Recht-gehabt.de
- Anzeige -

Wie muss man Renditen aus dem Handel mit CFDs versteuern?

CFDs, Contracts for Difference, auf Deutsch Differenzkontraktgeschäfte, erobern sich einen immer größeren Marktanteil bei privaten Anlegern. Dies ist nachvollziehbar. Die Zinsen sind europaweit seit Jahren auf einem Tiefpunkt, und um mit Aktien nennenswerte Gewinne zu erwirtschaften, bedarf es größerer Summen. CFDs bieten dagegen die Möglichkeit, auch mit vergleichsweise niedrigen Einsätzen sowohl mit Aktien, als auch mit Indizes oder Rohstoffen attraktive Renditen mit niedrigem Kapitaleinsatz zu erwirtschaften. Dieser Umstand basiert auf zwei Faktoren. Zum einen muss nicht die gesamte gehandelte Summe vom Anleger aufgebracht werden, sondern nur ein bestimmter Prozentsatz, die Margin. Dieser ergibt sich aus dem vom Broker gestellten Hebel. Lautet dieser beispielsweise 1 : 50, so beträgt der Einsatz bei einem gehandelten Volumen von 10.000 Euro nur 200 Euro. Daraus ergibt sich zwangsläufig der zweite Umstand. Der Anleger erwirbt nicht die Aktie oder den Rohstoff selbst, sondern nur ein abstraktes Recht daran. Damit wird aus einem klassischen Wertpapiergeschäft ein Derivatehandel. Für die Besteuerung der Gewinne läuft es jedoch am Ende auf das Gleiche heraus. Anleger müssen 25 Prozent Abgeltungssteuer auf die erwirtschafteten Gewinne entrichten. Alles andere wäre Steuerhinterziehung. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Broker seinen Sitz in Deutschland hat oder im Ausland. Im Rahmen von Doppelbesteuerungsabkommen kann es sein, dass bereits eine Art Quellensteuer in dem Land einbehalten wird, in dem das Unternehmen registriert ist. Erträge aus dem Handel mit CFDs müssen über die Anlage KAP angegeben werden. Besteuert werden diese Erträge in Deutschland mit der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent. Lag die Quellensteuer im Ausland über dem Steuersatz in Deutschland, wird die Differenz zurückerstattet, liegt die Quellensteuer darunter, muss die Differenz ausgeglichen werden. Wurde keine Quellensteuer einbehalten, so wird in Deutschland die Abgeltungssteuer in voller Höhe in Ansatz gebracht. Selbstverständlich werden Verluste auf die Gewinne angerechnet und mindern die Steuerlast. Verläuft das Handelsjahr in Gänze negativ, können diese Verluste mit den Gewinnen aus dem Vorjahr im Rahmen des Verlustrücktrages verrechnet werden, um die Steuerschuld des Vorjahres zu mindern. Alternativ dazu ist ein Verlustvortrag auf das kommende Jahr möglich. Vor dem Thema Besteuerung steht natürlich erst einmal die Eröffnung eines Handelskontos. Ein Überblick darüber findet sich auf der Seite www.brokervergleich.net.