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Abofalle: Ich habe einen gerichtlichen Mahnbescheid erhalten, wie muss ich reagieren?

Der gerichtliche Mahnbescheid ist die erste Stufe des so genannten Mahnverfahrens. Dieses Verfahren, das der Gläubiger einer Geldforderung vor den Amtsgerichten einleiten kann, soll dazu beitragen, dass dieser schnell und unkompliziert seine Forderungen „eintreiben“ kann. Ist das Mahnverfahren nämlich abgeschlossen, verfügt der Gläubiger über einen so genannten Titel, einer der wichtigsten Voraussetzungen der Zwangsvollstreckung.
Auf dieser ersten Ebene wird vom Gericht allerdings nicht geprüft, ob die Forderung des Gläubigers auch tatsächlich rechtmäßig ist; daher bedienen sich auch unseriöse Geschäftemacher bisweilen dieser Methode.

Erhält der vermeintliche Schuldner einen solchen Mahnbescheid, sollte er diesem innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt widersprechen; dazu genügt das Ankreuzen des vorgesehenen Feldes auf dem Antwortformular. Wird widersprochen, muss der Betreiber der „Abofalle“ wieder tätig werden: er kann nun beantragen, dass über die streitige Rechtssache ein gerichtliches Verfahren eröffnet wird. In den meisten Fällen wird er dies allerdings unterlassen.