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Button-Lösung: Was ist das? Wie soll diese vor Internetabzocke schützen?

Um die Verwirrung durch die „Abofallen“ zu mindern, wird in der Politik eine Möglichkeit diskutiert, mit deren Hilfe die einschlägigen Angebote transparenter gestaltet und die Verbraucher vor unseriösen Geschäftspraktiken geschützt werden sollen.
In der Sache soll dieses Ziel dadurch erreicht werden, dass ein Vertrag, der über das Internet geschlossen werden soll, erst durch das Klicken auf einen deutlich hervorgehobenen Hinweis (den „button“, englisch für „Knopf“), der auch den zu zahlenden Preis für die Dienstleistung enthält, wirksam wird (vgl. www.bundestag.de/presse/hib/2010_07/2010_242/03.html). Damit würde der Verbraucher schon vor Vertragsschluss offen über Folgekosten informiert; eventuelle bisherige Beweisschwierigkeiten dahingehend, ob der Betreiber den Preis oder ähnliche Informationen tatsächlich „versteckt“ hat oder der Nutzer schlicht unaufmerksam war, würden entfallen. Zudem kann der Betreiber einer „Abofalle“ überhaupt keine Zahlung mehr verlangen, wenn er keinen „button“ auf seiner website bereithält, weil der Vertrag dann von vornherein wirksam ist.
Allerdings handelt es sich bei dieser „button“-Lösung bisher nur um einen nicht verbindlichen Gesetzesentwurf; es bleibt daher abzuwarten, ob sich die geplante Vorschrift auch durchsetzen kann, zumal sie auch für seriöse Unternehmen wegen des aufwändigeren Bestellvorgangs Mehrkosten bedeuten würde.