Recht-gehabt.de

Bahnstreik: Zu spät auf der Arbeit. Was, wenn ich nicht pünktlich bin?

Bahnstreiks im Nah- und Fernverkehr sind ärgerlich. Es ist voller in den Zügen, wenn diese überhaupt fahren. Wenn sie fahren, kommen sie meist zu spät an.

Das entbindet Arbeitnehmer aber nicht von ihrer Pflicht, rechtzeitig auf der Arbeit erscheinen zu müssen. Grundsätzlich ist jeder selbst dafür verantwortlich, dass er rechtzeitig auf der Arbeit erscheint. Der Arbeitnehmer trägt das sogenannte Wegerisiko. Insbesondere darf man nicht einfach im Bett bleiben und sich darauf berufen, dass die Bahnen ja ohnehin nicht führen. Man muss stattdessen alles versuchen, um doch noch rechtzeitig anzukommen. Dazu gehört es vorallem, früher aufzustehen oder auf das Auto bzw. in Fahrgemeinschaften umzusteigen. Auch das Fahrrad kann bei derartigen Situationen und nicht zu weitem Arbeitsweg aus der Garage geholt werden.

Sollte es doch einmal später werden, so ist zumindest der Chef anzurufen und über die Verspätung zu informieren. Häufig werden sich Lösungen finden lassen. Im besten Fall hat der Arbeitgeber Verständnis, ansonsten muss man die verspätete Zeit nacharbeiten. Gibt es gar keine Möglichkeit, auf der Arbeit zu erscheinen, ist es besser sich für den Tag Urlaub zu nehmen. Das beseitigt das Risiko, dass der Arbeitgeber einem die Verspätung zu Last legt.

Wer nämlich nicht auf der Arbeit erscheint, der riskiert grundsätzlich eine Abmahnung. Auch kann der Arbeitgeber einen Teil des Lohns für die nicht gearbeitete Zeit einbehalten.