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Was ist die Eigentümerversammlung: Welche Rechte / Pflichten bestehen?

Als Eigentümer einer Wohnung in einem Haus ist man Mitglied in der sogenannten Eigentümergemeinschaft mit den anderen Wohnparteien. Regelmäßig, meist mehrmals im Jahr, treffen sich alle Eigentümerparteien unter Einschluss des Hausverwalters in der Eigentümerversammlung um die Verwaltung und zukünftige Nutzung des Hauses zu klären. Es können Regelungen getroffen werden, die das Miteinander und die Nutzung der Immobilie regeln. Jeder Eigentümer in der Eigentumsgemeinschaft hat ein Stimmrecht, mit dem er die Verwaltung der Immobilie mitgestalten und bei Abstimmungen partizipieren kann.

Abstimmungen über einzelne Angelegenheiten im Rahmen der Eigentümerversammlung werden mittels Beschluss festgehalten. Abgestimmt werden kann über folgende Gegenstände:

  • die Aufstellung einer Hausordnung
  • weitere Gebrauchs- und Nutzungsregelungen, wenn dem keine Vereinbarungen oder gesetzliche Vorschriften entgegenstehen
  • die Durchführung von Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen hinsichtlich des Gemeinschaftseigentums
  • der Abschluss einer Feuerversicherung und einer Gebäudebesitzerhaftpflichtversicherung
  • die Ansammlung einer angemessenen Instandhaltungsrücklage
  • die Aufstellung eines Wirtschaftplans
  • die Genehmigung des Wirtschaftsplans und der Jahresrechnung
  • die Bestellung und Abberufung des Verwalters und des Verwaltungsbeirates
  • die Einführung einer verbrauchsabhängigen Kostenverteilung bei den Müll- und Wasserkosten.

Die im Grundbuch eingetragene Gemeinschaftsordnung kann eine bestimmte Mehrheit für Abstimmungen fordern. Auch setzt das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) in einigen Fällen Einstimmigkeit voraus.