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Volkszählung / Zensus 2011 – was ist das?

Am 9. Mai 2011 ist zum ersten mal seit 20 Jahren wieder eine Volkszählung gestartet. Diese läuft unter dem Titel Zensus 2011.

Der Zensus dient zunächst dazu, die amtlichen Einwohnerzahlen Deutschlands festzustellen. Diese sind beispielsweise für die Einteilung der Wahlkreise zur Bundestagswahl oder für die Stimmverteilung der Bundesländer im Bundesrat relevant.

Die Zensus dient weiterhin dazu, Informationen über den Wohnraum, die Bildung der Bevölkerung und das Erwerbsleben der Bürger zu erfahren. So soll beispielsweise geklärt werden, wo in den kommenden Jahren Kinder eingeschult oder neue Wohnungen benötigt werden.

Die letzte Volkszählung fand 1987 statt. Seit dem wurden Veränderungen lediglich über eine mathematische Formel angeglichen, die sogenannte Bevölkerungsfortschreibung. Der Mauerfall hat jedoch viele Variablen verändert, sodass nunmehr eine neue Auszählung erfolgen muss, um statistisch genaue Daten zu erhalten.

Wichtig für den Bürger: Der Bürger ist verpflichtet, an der Volkszählung teilzunehmen und die verschickten Fragebögen auszufüllen. Anderenfalls kann ein Bußgeld oder Zwangsgeld drohen. Da nur dann eine repräsentative Umfrage möglich ist, wenn alle Beteiligten antworten, sind diese Bußgelder auch angemessen. Allerdings muss nicht jeder seine Daten preisgeben. Es wird lediglich ein bestimmter Prozentsatz der Bundesbürger ausgewählt.