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Zensus – muss ich dem Interviewer an der Haustür antworten?

Im Rahmen der Volkszählung / dem Zensus werden auch Interviewer eingesetzt. Diese klingeln bei den Betroffenen und befragen sie zu den persönlichen Verhältnissen. Juristisch korrekt werden die eingesetzten Personen als „Erhebungsbeauftragte“ bezeichnet. Diese Erhebungsbeauftragten befragen ca. 10% der Bevölkerung. Welche Fragen an der Haustür zu beantworten sind, folgt dann aus dem Zensusgesetz (ZensG).

Dort heißt es in § 11 Abs. 6 ZensG:

„Bei der Haushaltsstichprobe nach § 7 sind den Erhebungsbeauftragten auf Verlangen die Angaben zu § 7 Absatz 4 Nummer 2, 4 und 8 und zu den Hilfsmerkmalen nach § 7 Absatz 5 Nummer 1 bis 3 mündlich mitzuteilen. Die Erhebungsbeauftragten dürfen diese Angaben selbst in die Erhebungsunterlagen
eintragen oder elektronisch erfassen.“

Demnach dürfen die Erhebungsbauftragten folgende Informationen erfragen:

  • Geschlecht
  • Tag, Monat und Jahr der Geburt
  • Zahl der Personen im Haushalt
  • Familienname und Vorname
  • Anschrift und Lage der Wohnung im Gebäude

In jedem Fall sollten Sie verlangen, dass der Interviewer Ihnen den Fragebogen aushändigt, sodass Sie diesen in Ruhe ausfüllen können. Laut der Informationbroschüre ist dieses nötig. Zudem müssen Sie den Erhebungsbeamten nicht in Ihre Wohnung lassen. Dieser hat kein Recht, Ihre Wohnung zu betreten. Sie sollten sich zudem den Ausweis des Erhebungsbeamten zeigen lassen. Dieser ist nur zusammen mit einem Personalausweis oder Reisepass gültig.