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Ebay: Was tun, wenn ich an einen Spaßbieter verkauft habe?

Spaßbieter bieten auf Waren, ohne wirklich an dem Geschäft interessiert zu sein; daher wird auch eine gütliche Einigung in der Regel keinen Erfolg haben. Grundsätzlich ist es möglich, die Erfüllung des Kaufvertrages gerichtlich durchzusetzen; dieser ist wirksam, auch wenn der Käufer nur scherzhalber sein „Gebot“ abgegeben hat. Allerdings wird es vielfach günstiger sein, sich an eBay zu wenden, die für solche Fälle die Möglichkeit bieten, sich an den unterlegenen „Bieter“ zu wenden und mit diesem einen neuen Kaufvertrag abzuschließen.

Zuvor sollte dem ursprünglichem Käufer eine Frist zur Zahlung gesetzt werden; ist diese verstrichen, kann der Rücktritt erklärt werden, der Vertrag erlischt. Allerdings sieht die Rechtsprechung (Amtsgericht Bremen, 20.10.2005, Az.: 16 C 168/O5), dass eine Vertragsklausel, die im Einzelfall eine Vertragsstrafe in Höhe von 30 % des Kaufpreises vorsah, als wirksam an; daher kann für den zusätzlichen Aufwand eine solche Entschädigung verlangt werden, wenn sie im Einzelfall vertraglich vereinbart wurde.