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Telefonterror: fällt das auch unter Stalking?

Nach Einfügung des § 238 in das deutsche Strafgesetzbuch (StGB) fällt der
„Telefonterror“ unter bestimmten Voraussetzungen unter das Stalking
beziehungsweise die dort geregelte „Nachstellung“. Hier ist die Kontaktaufnahme des
Täters oder auch schon der Versuch, Kontakt mit dem Opfer herzustellen, explizit als
Tathandlung erfasst, wenn dazu Telekommunikationsmittel verwendet werden. Beim
„Telefonterror“ liegen regelmäßig auch die übrigen Tatbestandsvoraussetzungen der
„Nachstellung“ vor: es muss sich nämlich um eine unbefugte und beharrliche
„Nachstellung“ handeln, die die Lebensgestaltung des Opfers schwerwiegend
beeinträchtigt. Bei extrem häufigen Telefonanrufen, ja auch schon bei bloßem
„Klingeln-lassen“ sind diese Merkmale in der Regel wohl erfüllt.
Daneben kann der Täter auch eine andere Tathandlung der „Nachstellung“
verwirklichen, wenn er nämlich das Opfer am Telefon in bestimmter Art und Weise
bedroht.