Recht-gehabt.de

Was fällt alles unter Stalking?

Vom Stalking werden in rechtlicher Hinsicht verschiedenste Sachverhalte erfasst.
Ausdrücklich im Strafgesetzbuch (StGB) unter Strafe gestellt ist als Tathandlung der
so genannten „Nachstellung“ zunächst das Verfolgen in räumlichen Sinne, wenn der
Stalker dem Opfer also ständig „hinterherschnüffelt“.

Außerdem ist die Kontaktaufnahme zum Opfer direkt oder über Dritte strafbar, gleich,
ob diese mit Hilfe eines Telekommunikationsmittels wie Telefon oder Handy oder auf
sonstige Weise erfolgt, die unbefugte Bestellung und Zusendung von Waren unter
dem Namen des Opfers unter Verwendung dessen persönlicher Daten oder die
Bedrohung von Leben, körperlicher Unversehrtheit, Gesundheit oder Freiheit des
Opfers oder einer ihm nahestehenden Person. Zudem werden über eine so genannte
Generalklausel alle den aufgezählten Sachverhalten ähnliche Handlungen erfasst. So
fallen unter das Stalking unter anderem auch das Schalten von falschen Anzeigen in
Tageszeitungen, Sachbeschädigungen, die falsche Verdächtigung des Opfers bei einer
Straftat oder das Ausspionieren des Opfers. Zu diesen Tathandlungen müssen
allerdings noch zusätzliche Merkmale hinzutreten, damit eine Strafbarkeit wegen
„Nachstellung“ auch tatsächlich gegeben ist.

Während manche der letztgenannten Tathandlungen wie beispielsweise die
Sachbeschädigung auch isoliert strafbar sind und das Vorliegen der anderen Merkmale
des Stalkings nur zu einer zusätzlichen Strafbarkeit führt, sind andere Tathandlungen,
wie das Schalten von Anzeigen, nur unter den Voraussetzungen des Stalkings strafbar.