Recht-gehabt.de

Braucht man für einen Minijob eine Lohnsteuerkarte?

Auch als „Minijobber“ muss man grundsätzlich gewisse Steuern und Abgaben leisten. Allerdings ist steht es hier dem Arbeitgeber frei, zwischen verschiedenen Modellen der Besteuerung zu wählen. So kann der Arbeitgeber pauschal 2 % vom Arbeitsentgelt an die so genannte „Minijob-Zentrale“ abführen; damit sind Lohn-, Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag beglichen. Zusätzliche Voraussetzung hierfür ist, dass der Arbeitgeber einen pauschalen Rentenbeitrag in Höhe von 15 % abführt. Wer dann tatsächlich die Kosten zahlt, Arbeitnehmer oder –geber, müssen diese untereinander klären. Für diese Art der Besteuerung ist keine Lohnsteuerkarte nötig.

Daneben ist eine klassische Abrechnung per Lohnsteuerkarte mit dem zuständigen Finanzamt möglich; allerdings wird dies häufig steuerlich ungünstig sein.

Als dritte, seltenere Variante kommt eine pauschale Besteuerung mit 20 % in Betracht, nämlich dann, wenn der Arbeitnehmer ausnahmsweise den Rentenbeitrag nicht zahlen muss. Hier ist auch keine Lohnsteuerkarte notwendig; allerdings wird sich die Abrechnung über die Lohnsteuerkarte wie in der zweiten Alternative hier eher lohnen.