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Krank bei Minijob: Bekomme ich weiter Gehalt bei Krankheit (400-Euro-Job)?

Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall richtet sich nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz. Dabei ist zu beachten, dass auch „Minijobber“ in den Genuss einer solchen Entgeltfortzahlung gelangen können, sofern sie die sonstigen Voraussetzungen des Gesetzes erfüllen, denn das Entgeltfortzahlungsgesetz unterscheidet nicht zwischen „normalen“ Tätigkeiten und Minijobs. Dazu muss zunächst eine Arbeitsunfähigkeit infolge von Krankheit vorliegen. Krankheit ist dabei jeder regelwidrige Körper- oder Geisteszustand.

Die Krankheit darf zudem nicht verschuldet sein, das heißt, die Krankheit darf nicht vorsätzlich oder fahrlässig herbeigeführt worden sein. Hierbei wird ein Verschulden von der Rechtsprechung beispielsweise dann bejaht, wenn der Arbeitnehmer sich beim Kickboxen verletzt (vgl. Arbeitsgericht Hagen, 15.09.1989, Az. 4 Ca 648/87); ansonsten sind die Anforderungen an das Verschulden hoch anzusetzen.

Liegen diese Voraussetzungen vor, muss der Arbeitgeber sechs Wochen das Entgelt weiter bezahlen, ob es sich um ein „normales“ Beschäftigungsverhältnis handelt oder um einen „Minijob“.