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Minijob: Welche Kündigungsfristen gelten?

Im Grunde gelten bei einem „Minijob“ hinsichtlich einer Kündigung die gleichen Regelungen wie bei anderen Beschäftigungen. Dementsprechend sind auch die Vorschriften, die die Kündigungsfristen bei ordentlichen Kündigungen betreffen, bei „Minijobs“ anwendbar. Das Bürgerliche Gesetzbuch sieht diesbezüglich eine Grundkündigungsfrist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats vor. Diese Grundkündigungsfrist erhöht sich allerdings bei zunehmender Betriebsangehörigkeit des gekündigten Arbeitnehmers; so beträgt sie bei zweijähriger Betriebsangehörigkeit einen Monat, bei fünf Jahren zwei Monate bis hin zu einer siebenmonatigen Frist bei zwanzigjähriger Zugehörigkeit. Unberücksichtigt blieben bislang jedoch die Jahre im Betrieb, bei denen der Arbeitnehmer noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet hatte; allerdings wird neuerdings die Rechtmäßigkeit dieser Regelung durch den Europäischen Gerichtshof in Frage gestellt (Europöischer Gerichtshof, 19.01.2010, Az. C-555/07).

Die genannten Regelungen können durch Tarifvertrag abgeändert werden; außerdem ist eine vertragliche Beschränkung für die ersten drei Monate möglich, wenn der Arbeitnehmer nur als Aushilfe tätig wird.