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Was ist ein kurzfristiger Minijob? Was beachten?

Eine „kurzfristige Beschäftigung“ oder „kurzfristiger Minijob“ ist ein Unterfall der geringfügigen Beschäftigung. Sie ist üblicherweise zeitlich begrenzt auf maximal zwei Monate oder 50 Arbeitstage. Daneben darf sie nicht berufsmäßig ausgeübt werden. So fallen vor allem Ferienjobs und Urlaubsvertretungen unter diese Regelung. Die Berufsmäßigkeit wird nicht geprüft, wenn durchschnittlich ohnehin nicht mehr als 400 € brutto im Monat verdient werden, also auch nach den allgemeinen Regeln für geringfügige Beschäftigungen kein normal steuer- und sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis vorliegt; ansonsten ist unter „berufsmäßig“ eine Tätigkeit zu verstehen, die nicht von ungeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist. Das ist der Fall, wenn sie allein den Lebensunterhalt sicherstellt. Somit fallen kurzzeitige, beispielsweise freiberufliche Tätigkeiten, die allein zur Erhaltung des Lebensunterhalts ausreichen, aus dem Anwendungsbereich heraus.

Werden mehrere kurzfristige Beschäftigungen nacheinander ausgeübt, werden die Beschäftigungszeiten addiert, wobei dann eine Grenze von 60 Arbeitstagen gilt. Gegenausnahme bilden Arbeitsverhältnisse, die sich über jeweils einen Kalendermonat erstrecken; hier gilt dann wieder die Zwei-Monats-Frist.

Liegen die genannten Voraussetzungen vor, gelten grundsätzlich dieselben Regelungen wie bei „Minijobs“.