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Wie viele Urlaubstage habe ich bei einem Minijob (400-Euro-Job)?

Hinsichtlich des Urlaubsanspruchs besteht bei „Minijobbern“ häufig Unklarheit darüber, ob ein solcher überhaupt besteht, da oft unregelmäßig oder nur an bestimmten Wochentagen gearbeitet wird.
Der grundsätzliche Anspruch eines Arbeitnehmers auf bezahlten Urlaub ist im Bundesurlaubsgesetz geregelt. Auch hier gilt, vergleichbar den Regelungen im Kündigungsschutzgesetz, kein grundsätzlicher Ausschluss von geringfügig Beschäftigten von Urlaubsansprüchen. Jedoch muss eine einmalige Wartezeit von sechs Monaten absolviert werden, bis ein Urlaubsanspruch erstmals entsteht.

Eine andere Frage ist insoweit, wie viele Tage im Jahr an Urlaub dem Arbeitnehmer tatsächlich zustehen. Das Gesetz fordert mindestens 24 Tage Urlaub im Jahr; mehr Urlaub kann natürlich gewährt werden. Besteht das Arbeitsverhältnis noch kein ganzes Jahr, steht dem Arbeitnehmer nur ein Zwöftel des Jahresurlaubs pro Monat zu. Arbeitet der Arbeitnehmer, wie bei „Minijobs“ häufig, nicht die ganze Woche über, sondern nur an bestimmten Wochentagen, wird die Urlaubszeit allerdings anders berechnet: die tatsächlichen Arbeitstage pro Woche werden mit dem Urlaubsanspruch multipliziert (Beispiel bei zwei Arbeitstagen bei angenommener sechstägiger Arbeitswoche und gesetzlichem Mindesturlaub: 2/6 x 24 = 8 Urlaubstage im Jahr).