Recht-gehabt.de

Praktische Fahrprüfung: Wann fällt man durch?

In der praktischen Prüfung muss der Prüfling nachweisen, dass er über die technischen Kenntnisse zur Führung eines Kraftfahrzeuges verfügt und diese auch praktisch im Straßenverkehr anwenden kann. Näheres regelt § 17 Fahrerlaubnisverordnung. Kann man den Prüfer nicht von seinen Fähigkeiten am Steuer überzeugen, so fällt man durch.

Kleinere Fehler wird der Fahrprüfer verzeihen, wenn sie nicht mehrfach auftreten. Dazu zählen:

  • Etwas zu schnelles Fahren,
  • keine ausreichende Verkehrsbeobachtung durch Nutzung von Seiten- und Rückspiegel,
  • zu wenig Abstand zum Vordermann,
  • keine Nutzung des Blinkers beim Abbiegen,
  • zu langes Zögern beim Anfahren,
  • den Motor „abwürgen“.

Es gibt aber auch Fahrfehler die so gravierend sind, dass der Prüfer die Prüfung sofort abbricht. Beispielhaft sind das:

  • Überfahren von Rotlicht,
  • Befahren einer Einbahnstraße in der falschen Richtung,
  • Überfahren eines Stoppschildes,
  • Missachtung von Rechts-und-Linksverkehr,
  • Missachtung von Verkehrszeichen,
  • Missachtung von Verkehrsregeln wie Rechts-vor-Links,
  • Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer.

Generell kann man sagen dass ein grob verkehrswidriges Fahrverhalten zum Durchfallen in der praktischen Prüfung führt. Genaue Richtlinien hierfür gibt es nicht, so dass die Entscheidung ob eine Fahrprüfung abgebrochen wird, beim Prüfer selbst liegt.